Magdalena Jetelová über Pyrotechnik, die Macht des Zufalls und über die Despotie des Geldes
Shownotes
„Schon mit dem
Atmen hilft man einem despotischen System“, sagt Magdalena Jetelová. Aus diesem
Grund ist die tschechische Bildhauerin in den 1980er Jahren vor der
kommunistischen Diktatur in den Westen geflohen. Mit ihren spektakulären Kunstwerken
und Installationen erregt sie seither Aufsehen. Legendär sind ihre roten Rauchwolken
– ihre Reaktion auf den Einmarsch der sowjetischen Truppen in Prag 1968. Auch
ihre riesigen Holzstühle, ihre monumentalen Treppen, die ins Nichts führen, sowie
ihre Laserprojektionen, mit denen sie die Bruchkanten von Kontinentalplatten markiert,
vermitteln Botschaften über die Kunst hinaus. Für Jetelová ist es wichtig, dass
ihre Werke von einer starken Aussage geprägt sind. Denn ohne diese wären sie für
sie nicht mehr als Dekoration.
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