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Michaela Karl über Kriegsberichterstatter, über Isadora Duncan und über die Münchner Turmschreiber

Michaela Karl über Kriegsberichterstatter, über Isadora Duncan und über die Münchner Turmschreiber

14m 32s

„Jeder Mensch sollte sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen“, sagt Michaela Karl. Die Schriftstellerin ist überzeugt, dass man ohne diese Beschäftigung weder die Gegenwart verstehen, noch die Zukunft gestalten kann. In ihren äußerst anregend geschriebenen Biografien über spannende, von der Öffentlichkeit bislang wenig beachtete Persönlichkeiten spielt daher der geschichtliche, gesellschaftliche und politische Hintergrund eine wichtige Rolle. Er lässt nicht nur die Porträtierten mit ihren Stärken und Schwächen anschaulich hervortreten. Sondern er beschert den Leserinnen und Lesern auch Aha-Erlebnisse, wenn sich überraschende Bezüge zu unserer Zeit erkennen lassen.

Christian Schnurer über Greenpeace, über Joseph Beuys und über die ganz großen Themen

Christian Schnurer über Greenpeace, über Joseph Beuys und über die ganz großen Themen

15m 11s

„Ich glaube,
dass Kunst keine PR-Strategie ist“, sagt Christian Schnurer. Der
Installationskünstler und Bildhauer lehnt es ab, dass Kulturschaffende sich als
Aktivisten begreifen. Dabei bezieht er in seinen eigenen Arbeiten dezidiert
Position zu gesellschaftlichen Fragen und politischen Auseinandersetzungen – ob
es um Migration, Krieg oder um die Einheit Europas geht. Daneben engagiert er
sich für seine freischaffenden Kolleg*innen im Berufsverband Bildender
Künstlerinnen und Künstler und als Initiator und Manager der Halle 6 in
Münchens Kreativquartier. Dort finden Kunstschaffende der Freien Szene Raum zum
Arbeiten und zum Wohnen. Denn Schnurer ist überzeugt: die Kreativen sind der
Schlüssel, wenn es darum geht,...

Friedrich Ani über das Erfinden von Namen, über den bayerischen Dialekt und über Kochel am See

Friedrich Ani über das Erfinden von Namen, über den bayerischen Dialekt und über Kochel am See

14m 59s

„Kunst findet nicht in einem leeren, abseitigen
Raum statt“, sagt Friedrich Ani. Der Schriftsteller erschafft in seinen
Kriminalromanen Figuren, wie man sie auch im echten Leben antreffen könnte. Unter
anderem ist auch das ein Grund für die Popularität seiner Bücher. Nachdem Ani
seit nunmehr dreißig Jahren fiktive Geschichten ersinnt, hat er zuletzt mit Schlupfwinkel
ein autobiografisches Buch geschrieben, in dem er sich an sein Aufwachsen in
einem bayerischen Dorf als Sohn einer Schlesierin und eines syrischen Arztes
erinnert. Ob autobiografisch oder frei erfunden: Friedrich Ani entwickelt seine
Figuren in einer Welt von heute, wo sie sich den Problemen und den...

Manuela Hartel über Naturerleben, über den Ministrantendienst und über transparente Gazen

Manuela Hartel über Naturerleben, über den Ministrantendienst und über transparente Gazen

14m 55s

„Viele Menschen
suchen in der Kunst und in der Religion Ähnliches“, sagt Manuela Hartel. Die
Video- und Installationskünstlerin sieht in der Kombination aus sinnlicher
Wahrnehmung und geistig-spiritueller Dimension die Antwort auf ein menschliches
Grundbedürfnis, das beide Bereiche verbindet. In ihren Arbeiten vereint sie
Elemente verschiedener Kunst-Genres von Musik, über Theater bis hin zu
bildender Kunst zu ganz eigenen Formen künstlerischen Ausdrucks. Dabei arbeitet
Manuela Hartel oft mit Licht und lässt so aus Räumen illusionistische Orte
entstehen, die Neugier wecken und zum Nachdenken anregen.

 

https://manuelahartel.de/

https://www.staatsoper-stuttgart.de/spielplan/a-z/station-paradiso/

Georg-Albrecht Eckle über Konsequenz, über Modulfetischismus und über den Mut zur eigenen Persönlichkeit

Georg-Albrecht Eckle über Konsequenz, über Modulfetischismus und über den Mut zur eigenen Persönlichkeit

14m 39s

„Unsere Kultur
geht darauf aus, dass wir Modelle geschäftstüchtig machen“, sagt Georg-Albrecht
Eckle. Der Autor hat sich der Kultur von vielen unterschiedlichen Blickwinkeln aus
kritisch genähert: als Dramaturg, Theaterleiter, Kritiker, Regisseur und in zahlreichen
anderen Funktionen hat er ein tiefes Verständnis dafür entwickelt, was das
Wesen von Kultur ausmacht. Für ihn gipfelt es im Schaffen solcher Persönlichkeiten
wie des Philosophen Hegel, des Dichters Hölderlin und des Komponisten Beethoven:
Sie zeigen in ihrer Arbeit, dass es auf den Prozess ankommt und nicht auf ein
fixiertes Resultat. Von dieser Erkenntnis kann die Gesellschaft profitieren,
ist Eckle überzeugt. Denn die Ergebnisoffenheit im...

Manos Tsangaris über die Stimme der Mutter, über Blues-Songs und über Bubbles und Hashtags

Manos Tsangaris über die Stimme der Mutter, über Blues-Songs und über Bubbles und Hashtags

15m 1s

„Wofür
komponieren wir heute noch, wenn eine derartige Inflation herrscht?“, fragt
Manos Tsangaris. Der Komponist hat es sich zur Aufgabe gemacht, der betäubenden
Allgegenwart von Musik heute etwas entgegenzusetzen. In seinen Stücken und
Installationen stellt er deshalb das Publikum ins Zentrum des klanglichen und
szenischen Geschehens. So wird die Wahrnehmung geschärft und ein neues
Bewusstsein für Zusammenhänge geschaffen. Seine künstlerischen Projekte
versteht Tsangaris durchaus in einem politischen Sinn. Aber auch darüber hinaus
übernimmt er als Präsident der Akademie der Künste in Berlin politische
Verantwortung, indem er sich für Kunst und Kultur engagiert und die
Diskursfähigkeit in unserer Gesellschaft wachhält....

Barbara Lubich über Kunstorte, soziale Plastik und über Tanztee für Menschen aller Altersgruppen

Barbara Lubich über Kunstorte, soziale Plastik und über Tanztee für Menschen aller Altersgruppen

15m 2s

„Die Kunst muss
sich ihrer eigenen Macht bewusst sein“, sagt Barbara Lubich. Die Filmemacherin,
Soziologin und Historikerin ist in Italien geboren und aufgewachsen und lebt heute
in Dresden. In ihren Projekten verbindet sie Forschung, filmische Arbeit und
Kunstschaffen miteinander. Außerdem ist sie Mitgründerin und treibende Kraft hinter
der Dresdner Kultur- und Wohngenossenschaft Zentralwerk. Dort, wo ursprünglich
Näh- und Schreibmaschinen produziert wurden, später jüdische Zwangsarbeiter für
die Rüstungsindustrie der Nazis eingespannt waren und nach dem Krieg eine
Druckerei für die Propaganda der DDR-Diktatur untergebracht war, leben und
arbeiten heute Kulturschaffende aller Sparten und verwandeln das
geschichtsträchtige Gelände in einen lebendigen...

Michael Schmidt über Klassik-Podcasts, Kulturvermittlung und über Waldemar von Knoeringen

Michael Schmidt über Klassik-Podcasts, Kulturvermittlung und über Waldemar von Knoeringen

15m 4s

„Kunst und
Kultur ist nicht etwas, das im luftleeren Raum existiert“, sagt Michael
Schmidt. Für den Musikwissenschaftler und Publizisten gehört Kultur im
weitesten Sinn seit jeher ebenso zur Gesellschaft wie die Auseinandersetzung
mit künstlerischen Inhalten. Kulturschaffende sollten in ihrer Arbeit daher immer
auch vermittlerische Aspekte berücksichtigen. Das lehrt Michael Schmidt auch
seine Studierenden an der Münchner Musikhochschule. Dabei geht es insbesondere
um den Einsatz digitaler Medien in der Vermittlung aber auch um ethische Fragen
rund um das künstlerische Tun. Seit über 20 Jahren leitet Michael Schmidt
außerdem zusammen mit dem Literatur-Experten Martin Hielscher und wechselnden
Autor*innen die Kocheler Literaturwerkstatt...

Christiane Pfau über Politikverdrossenheit, über das Singen im Chor und über Pragmatismus

Christiane Pfau über Politikverdrossenheit, über das Singen im Chor und über Pragmatismus

14m 38s

„Man muss keinem
Kind erklären, dass Kultur wichtig ist“, sagt Christiane Pfau. Die PR-Expertin
für Kultur ist eine so verlässliche wie unverzichtbare Partnerin zahlreicher
Kulturschaffender in München. Dass Kinder sich völlig selbstverständlich
künstlerisch betätigen, liegt für sie ebenso auf der Hand, wie dass die Kultur
zum Menschsein gehört. Damit das so bleibt, engagiert sie sich tatkräftig für
die Münchner Kulturszene und zwar auch über ihre PR-Arbeit hinaus. Seit 15
Jahren gibt sie die Kulturzeitschrift Münchner Feuilleton, mit
Berichten, Interviews und Besprechungen heraus. Den besonderen
Herausforderungen, welchen Kunst und Kultur aktuell ausgesetzt sind, will
Christiane Pfau auch als politische Akteurin begegnen...

Vladimir Tarnopolski über die Hoffnung, die Herzlichkeit der Deutschen und über russisches Europäertum

Vladimir Tarnopolski über die Hoffnung, die Herzlichkeit der Deutschen und über russisches Europäertum

15m 5s

„Es ist kein Zufall, dass alle Diktatoren der sogenannten richtigen Entwicklung der Kunst große Aufmerksamkeit schenkten“, sagt Vladimir Tarnopolski. Der russische Komponist weiß wovon er spricht. Für ihn hat jede Form der künstlerischen Äußerung eine politische Dimension, weil sie die Perspektive auf die Welt verändern kann. In der ukrainischen Stadt Dnipro geboren war Tarnopolski Jahrzehnte lang Schlüsselfigur der zeitgenössischen Musikszene Russlands. Er veranstaltete Festivals, baute Brücken zur westlichen Musikwelt und war bei seinen Studierenden am Moskauer Konservatorium für seine verbindliche, offene Art beliebt. Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine verließ er seine Heimat, die seiner Arbeit keinen Boden mehr...