Manos Tsangaris über die Stimme der Mutter, über Blues-Songs und über Bubbles und Hashtags
„Wofür
komponieren wir heute noch, wenn eine derartige Inflation herrscht?“, fragt
Manos Tsangaris. Der Komponist hat es sich zur Aufgabe gemacht, der betäubenden
Allgegenwart von Musik heute etwas entgegenzusetzen. In seinen Stücken und
Installationen stellt er deshalb das Publikum ins Zentrum des klanglichen und
szenischen Geschehens. So wird die Wahrnehmung geschärft und ein neues
Bewusstsein für Zusammenhänge geschaffen. Seine künstlerischen Projekte
versteht Tsangaris durchaus in einem politischen Sinn. Aber auch darüber hinaus
übernimmt er als Präsident der Akademie der Künste in Berlin politische
Verantwortung, indem er sich für Kunst und Kultur engagiert und die
Diskursfähigkeit in unserer Gesellschaft wachhält....