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HK Gruber über Schlafdefizit, Kinderreime und über Blochs „Prinzip Hoffnung“

HK Gruber über Schlafdefizit, Kinderreime und über Blochs „Prinzip Hoffnung“

15m 9s

„Alles, was jemand als Künstler in die Welt setzt, kann politisch verstanden werden“, sagt HK Gruber. Der Komponist, Dirigent und Chansonnier aus Wien ist ein Urgestein der zeitgenössischen klassischen Musik. Mit seinem weitläufigen Engagement stellt der mittlerweile Achtzigjährige viele seiner jüngeren Kolleginnen und Kollegen in den Schatten. Grubers Musik ist gleichermaßen einladend wie subversiv und in der Regel mit reichlich Gesellschaftskritik gewürzt. Wie sein „Pandämonium“ Frankenstein!! aus dem Jahr 1977, eines der populärsten und meistaufgeführten Werke des 20. Jahrhunderts. Als Chansonnier setzt sich Gruber besonders für die politischen Lieder von Hanns Eisler und Kurt Weill ein und interpretiert sie mit...

Anna Konjetzky über Sinnlichkeit, das Politische von Körpern und darüber, wie wir werden, was wir sind

Anna Konjetzky über Sinnlichkeit, das Politische von Körpern und darüber, wie wir werden, was wir sind

14m 54s

„Ich denke und hoffe ja, dass Kunst immer politisch ist“, sagt Anna Konjetzky. In ihrer eigenen Arbeit setzt sich die Choreografin mit dem Kern unseres Menschseins auseinander. Oftmals geht es dabei um gesellschaftlich geformte Körperbilder oder um Gefühle wie Wut. Anna Konjetzky stellt sie aber nicht nur tänzerisch dar, sondern zeigt vor allem, was wir mit solchen Emotionen verbinden, wie sie zustande kommen und welche Auswirkungen sie auf den Einzelnen und auf die Gesellschaft haben. Ihre Performances müssen dabei nicht unbedingt gefallen. Sie sollten die Zuschauenden aber berühren und zum Nachdenken anregen. In ihrem jüngsten Tanzprojekt Songs of absence erforscht...

Hans Jürgen Stockerl über Österreich, kleine Eskapaden und das Walchensee-Kraftwerk in Kochel

Hans Jürgen Stockerl über Österreich, kleine Eskapaden und das Walchensee-Kraftwerk in Kochel

15m 11s

„Mir ging es immer darum, möglichst viele Erfahrungen zu sammeln“, sagt Hans Jürgen Stockerl. Der Schauspieler und Sprecher ist seinem Motto über Jahrzehnte hinweg treu geblieben: angefangen mit Regieassistenzen bei Otto Schenk, Wim Wenders und Herbert von Karajan über eine Schauspielausbildung und anschließende Auftritte in Fernseh- und Theaterproduktionen, bis hin zur Mitwirkung in Kabarett und Musical. Sein Markenzeichen ist die so klangvolle wie unverwechselbare Stimme. Zu hören ist sie mittlerweile nicht nur in Funk, Fernsehen und auf Theaterbühnen, sondern auch auf unzähligen Hörbüchern. So vielfältig die Aktivitäten von Stockerl auch sein mögen, eines ist ihm dabei immer wichtig: die ökonomische...

Sabine Ruchlinski über Ablenkung von Alltagssorgen, Klassismus im Kulturbetrieb und Disney-Abos

Sabine Ruchlinski über Ablenkung von Alltagssorgen, Klassismus im Kulturbetrieb und Disney-Abos

15m 6s

„Auch ein schlechtes Kulturerlebnis ist ein Erlebnis, über das man sprechen kann“, sagt Sabine Ruchlinski. Die Geschäftsführerin und Vorsitzende des Vereins KulturRaum München schlägt in ihrer Arbeit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Auf der einen Seite ermöglicht sie Menschen Kulturerlebnisse, die sich das finanziell nicht leisten können. Auf der anderen Seite gewinnt sie auch neues Publikum für die Kultur. Beides gelingt dank der Unterstützung zahlreicher kulturbegeisterter Menschen, die sich ehrenamtlich im Verein engagieren.

https://www.kulturraum-muenchen.de/

Daniel Sponsel über das Wesen des Dokumentarfilms, Verteilungskämpfe und künstlerische Freiräume

Daniel Sponsel über das Wesen des Dokumentarfilms, Verteilungskämpfe und künstlerische Freiräume

14m 52s

„Niemand käme auf die Idee, 600 Millionen Euro für die Filmbranche zu fordern“, sagt Daniel Sponsel. Der Chef des Münchner Dokumentarfilm-Festivals DOK.fest spielt damit auf die hohen Beträge an, die ein kulturelles Prestigeprojekt wie das Humboldt Forum an öffentlichen Geldern verschlingt. Während sich hochkulturelle Institutionen wie Museen oder Opernhäuser auf die Unterstützung des Staats, der Länder und der Gemeinden verlassen können, werde vom Kino erwartet, dass es wie ein Wirtschaftsbetrieb funktioniert. Dass das in einem drastischen Missverhältnis zur tatsächlichen Bedeutung der Filmbranche steht, beweist Daniel Sponsel mit seinem DOK.fest, das in seiner diesjährigen Ausgabe 56.000 Zuschauer erreichte.

https://www.dokfest-muenchen.de/
https://www.filmdienst.de/artikel/58664/filmfordergesetz-novellierung

Şeyda Kurt über Abhängigkeitsverhältnisse, das neue Biedermeier und über toxische Romantik

Şeyda Kurt über Abhängigkeitsverhältnisse, das neue Biedermeier und über toxische Romantik

15m 7s

„Mich haben schon immer die Zwischenräume von Macht und Gewalt interessiert“, sagt Şeyda Kurt. Die Kulturjournalistin und Sachbuchautorin lässt sich nicht von Klischees hinters Licht führen. Stattdessen hinterfragt sie scheinbar Selbstverständliches wie gesellschaftliche Normen, traditionelle Beziehungsmuster und Gefühle. In ihrem Buch Radikale Zärtlichkeit – Warum Liebe politisch ist deckt sie Strukturen von Gewalt und Macht auf, die sich unter dem Deckmantel der Liebe unbemerkt entfalten. Sie plädiert für eine Kultur der Offenheit, Ehrlichkeit und des Respekts in Liebes- und Freundschaftsbeziehungen. Das Thema brennt offenbar vielen Menschen auf den Nägeln, denn mit ihrer Veröffentlichung hat Şeyda Kurt einen Bestseller gelandet. Ebenso...

Rudolf Herfurtner über deutsche Schlager, glückliche Zufälle, und den Schmerz am Schreibtisch

Rudolf Herfurtner über deutsche Schlager, glückliche Zufälle, und den Schmerz am Schreibtisch

14m 48s

„Es gibt niemanden, der ein Gen für Volksmusik hat und ein Gen für Schönberg“, sagt Rudolf Herfurtner. Der Schriftsteller und Autor von Jugendbüchern hat seit seiner Kindheit für Musik viel übrig. Dass ihm einmal ausgerechnet die klassische Musik besonders wichtig sein würde, war ursprünglich nicht abzusehen. Denn sein Elternhaus hatte mit Hochkultur nichts am Hut. Erst durch Brüche in seinem Lebenslauf kam Herfurtner mit Oper, Oratorium und Orchester in Kontakt und hat seither eine regelrechte Leidenschaft für die Klassik entwickelt. Mittlerweile mischt er selbst im Musikbetrieb mit: als Librettist arbeitet er mit Komponisten wie Wilfried Hiller und HK Gruber zusammen,...

 Lydia Grün über musikalische Bildung, Vermittlung als Beziehungspflege und das Experimentierfeld Digitalität

Lydia Grün über musikalische Bildung, Vermittlung als Beziehungspflege und das Experimentierfeld Digitalität

15m 13s

„Bei uns werden die Gestalterinnen und Gestalter von morgen ausgebildet“, sagt Lydia Grün. Seit einem halben Jahr trägt sie als Präsidentin der Hochschule für Musik und Theater München Verantwortung dafür, dass junge Musikschaffende bestmöglich auf ihr Berufsleben vorbereitet werden – angesichts des Wandels in der Musikbranche eine enorme Herausforderung. Denn um dafür gut gerüstet zu sein, braucht es heute viel mehr als die perfekte Beherrschung des Instruments. Als ehemalige Professorin für Musikvermittlung möchte Lydia Grün bei den Künstlerinnen und Künstlern eine innere Haltung fördern, welche die Welt und die Gesellschaft nicht aus dem Blick verliert.

Jaromir Konecny über künstliche Intelligenz, Polizistenwitze und lebenslanges Lernen

Jaromir Konecny über künstliche Intelligenz, Polizistenwitze und lebenslanges Lernen

15m 4s

„Ich wünsche mir, dass die etablierte Kultur nicht so abschätzig auf uns herabschaut“, sagt Jaromir Konecny. Der Poetry Slammer ist ein Urgestein der Münchner Kleinkunstszene – aber keineswegs nur das. Die Aktivitäten des gebürtigen Tschechen sind so vielfältig wie sein Lebenslauf. Neben Auftritten als Slammer und Kabarettist ist er erfolgreicher Schriftsteller und hat eine beachtliche Karriere als Wissenschaftler hingelegt. Als KI-Experte ist er besonders gefragt und bringt sein Wissen gerne auf unterhaltsame Weise auch in seine Bühnenprogramme ein.

https://www.jaromir-konecny.de/
https://www.mobile-university.de/ueber-uns/hochschulteam/konecny-jaromir/

Anna Kleeblatt über partizipative Festivals, Kulturorte der Zukunft und Wildbienen in München

Anna Kleeblatt über partizipative Festivals, Kulturorte der Zukunft und Wildbienen in München

15m 12s

„Wir brauchen diese sogenannten dritten Orte, die einladen, sich dort aufzuhalten“, sagt Anna Kleeblatt. Die Münchner Kulturmanagerin setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass Bayerns Kultur erhalten und allen Menschen zugänglich gemacht wird. Zum Beispiel indem man Theaterfoyers zu Treffpunkten für die ganze Gesellschaft macht. Dafür braucht es keineswegs mehr Geld, meint sie, sondern vor allem einen Plan, den man bei den politisch Verantwortlichen bisher vergeblich sucht. Um das zu ändern, hat Anna Kleeblatt die Initiative „Kulturzukunft Bayern“ mitbegründet, die von den Politikern tragfähige Konzepte für die Zukunft einfordert. Ihre Vision von einer Kultur, die von der breiten Gesellschaft...