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Markus Frenzl über Ikea, Frankreichs Präsidenten und über den Mut zum Experiment

Markus Frenzl über Ikea, Frankreichs Präsidenten und über den Mut zum Experiment

‧ 15m 7s

„Man kriegt die
Leute nicht mit einem Gesetz oder mit einer Order dazu, ihr Leben zu ändern“,
sagt Markus Frenzl. Für den Designtheoretiker und Professor an der Hochschule
München (HM) ist Design mehr als der schöne Schein von teuren Objekten. Es geht
um Gestaltung im weitesten Sinn. Das Ziel sind lebenswerte Bedingungen für die
Allgemeinheit. Das hatten Anfang des 20. Jahrhunderts auch schon das Bauhaus
und später die Hochschule für Gestaltung Ulm im Sinn. Im heutigen Verständnis
von Design geht es aber auch um die Gestaltung von Transformationsprozessen,
die bei gesellschaftlichen Themen wie Mobilität, Klimawandel und Gesundheit
anstehen. Genau dafür...

Teresa Henselmann über demokratische Werte, U-Bahn-Klänge und über Musik im Schulunterricht

Teresa Henselmann über demokratische Werte, U-Bahn-Klänge und über Musik im Schulunterricht

‧ 15m 18s

„Musik soll
nicht nur das zeigen, was man schon sieht, sondern eine andere Ebene
aufmachen“, sagt Teresa Henselmann. Die junge Münchener Komponistin entwickelt
ihre musikalischen Vorstellungen oft aufgrund visueller Eindrücke. Deshalb komponiert
sie gerne Filmmusik. Allerdings schreibt sie auch Songs, die sie unter ihrem
Künstlernamen Selma Ninó als Sängerin und Musikerin selbst interpretiert. Doch
damit nicht genug: Teresa Henselmann ist in vielen unterschiedlichen Bereichen
als Komponistin unterwegs und schreibt sogar Neue Musik, wie ihr Orchesterwerk White Leaves im Andenken an die „Weiße
Rose“. Unabhängig vom jeweiligen Genre möchte sie mit ihrer Musik aber immer
eine bestimmte Idee oder ein persönliches...

Stefan Hunstein über das Zweifeln, über Andy Warhol und über das zerfallende Europa

Stefan Hunstein über das Zweifeln, über Andy Warhol und über das zerfallende Europa

‧ 15m 17s

„Die künstliche
Intelligenz wird den Schauspieler im Theater niemals ersetzen“, sagt Stefan
Hunstein. Der Schauspieler und Fotokünstler feiert in zwei völlig verschiedenen
Disziplinen der Kunst Erfolge. Angesichts des rasanten Gesellschaftswandels
sieht er beide Bereiche vor unterschiedlichen Herausforderungen: Während die
Fotografie als Medium durch den technologischen Fortschritt in Bedrängnis
gerät, droht den menschlichen Akteuren auf der Bühne aus dieser Richtung
weniger Gefahr. Dort ist es eher der Publikumsschwund, der Stefan Hunstein
Sorge bereitet. Aber unabhängig davon, ob es um die darstellende, oder die
bildende Kunst geht: entscheidend ist für ihn die Hinwendung zu den Menschen
und ihren Bedürfnissen, die auch in...

Dorte Lena Eilers über Kultur auf TikTok, den Geniekult in der Kunst und über sauberen Journalismus

Dorte Lena Eilers über Kultur auf TikTok, den Geniekult in der Kunst und über sauberen Journalismus

‧ 15m 0s

„Wir brauchen
professionellen Journalismus, weil da Menschen arbeiten, die einer Ethik folgen“,
sagt Dorte Lena Eilers. Für die Kulturjournalistin gehört dazu vor allem
gründliche Recherche, die Tatsachen aufdeckt, damit Fake News und Diffamierung keine
Chance haben. Auch in der Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur gibt es
Regeln, die sie als Leiterin des Studiengangs Kulturjournalismus an der Hochschule
für Musik und Theater München an angehende Profis vermittelt. Gerade mit Blick
auf die Entwicklung der neuen Medien braucht es nach Ansicht von Eilers journalistisch
ausgebildete Digital Natives, die moderierend zu einer Debattenkultur
beitragen, die von Verantwortungsbewusstsein und gegenseitigem Respekt geprägt
ist.

Nina Goslar über Stummfilme, den Kulturauftrag des öffentlichen Fernsehens und die musikalische Avantgarde

Nina Goslar über Stummfilme, den Kulturauftrag des öffentlichen Fernsehens und die musikalische Avantgarde

‧ 15m 7s

„Es gehört zum Kulturauftrag
des Fernsehens, sich auch um die Minderheitenprogramme zu kümmern“, sagt Nina
Goslar. Der Filmredakteurin, die beim deutsch-französischen Kulturkanal ARTE
lange Zeit das Genre des historischen Films betreute, liegt besonders der
Stummfilm am Herzen. Mit Leidenschaft und Akribie hat sie gemeinsam mit
Filmarchiven, Festivals und anderen Partnern, manch vergessenen Schatz wieder
ans Licht der Öffentlichkeit geholt. Neben der Restaurierung des alten
Filmmaterials geht es für Nina Goslar unter anderem um die spannende Frage, mit
welcher Musik die Bilder unterlegt werden sollen. Dafür arbeitet sie auch mit
namhaften Komponistinnen, DJs und Musikern zusammen.

HK Gruber über Schlafdefizit, Kinderreime und über Blochs „Prinzip Hoffnung“

HK Gruber über Schlafdefizit, Kinderreime und über Blochs „Prinzip Hoffnung“

‧ 15m 9s

„Alles, was jemand als Künstler in die Welt setzt, kann politisch verstanden werden“, sagt HK Gruber. Der Komponist, Dirigent und Chansonnier aus Wien ist ein Urgestein der zeitgenössischen klassischen Musik. Mit seinem weitläufigen Engagement stellt der mittlerweile Achtzigjährige viele seiner jüngeren Kolleginnen und Kollegen in den Schatten. Grubers Musik ist gleichermaßen einladend wie subversiv und in der Regel mit reichlich Gesellschaftskritik gewürzt. Wie sein „Pandämonium“ Frankenstein!! aus dem Jahr 1977, eines der populärsten und meistaufgeführten Werke des 20. Jahrhunderts. Als Chansonnier setzt sich Gruber besonders für die politischen Lieder von Hanns Eisler und Kurt Weill ein und interpretiert sie mit...

Anna Konjetzky über Sinnlichkeit, das Politische von Körpern und darüber, wie wir werden, was wir sind

Anna Konjetzky über Sinnlichkeit, das Politische von Körpern und darüber, wie wir werden, was wir sind

‧ 14m 54s

„Ich denke und hoffe ja, dass Kunst immer politisch ist“, sagt Anna Konjetzky. In ihrer eigenen Arbeit setzt sich die Choreografin mit dem Kern unseres Menschseins auseinander. Oftmals geht es dabei um gesellschaftlich geformte Körperbilder oder um Gefühle wie Wut. Anna Konjetzky stellt sie aber nicht nur tänzerisch dar, sondern zeigt vor allem, was wir mit solchen Emotionen verbinden, wie sie zustande kommen und welche Auswirkungen sie auf den Einzelnen und auf die Gesellschaft haben. Ihre Performances müssen dabei nicht unbedingt gefallen. Sie sollten die Zuschauenden aber berühren und zum Nachdenken anregen. In ihrem jüngsten Tanzprojekt Songs of absence erforscht...

Hans Jürgen Stockerl über Österreich, kleine Eskapaden und das Walchensee-Kraftwerk in Kochel

Hans Jürgen Stockerl über Österreich, kleine Eskapaden und das Walchensee-Kraftwerk in Kochel

‧ 15m 11s

„Mir ging es immer darum, möglichst viele Erfahrungen zu sammeln“, sagt Hans Jürgen Stockerl. Der Schauspieler und Sprecher ist seinem Motto über Jahrzehnte hinweg treu geblieben: angefangen mit Regieassistenzen bei Otto Schenk, Wim Wenders und Herbert von Karajan über eine Schauspielausbildung und anschließende Auftritte in Fernseh- und Theaterproduktionen, bis hin zur Mitwirkung in Kabarett und Musical. Sein Markenzeichen ist die so klangvolle wie unverwechselbare Stimme. Zu hören ist sie mittlerweile nicht nur in Funk, Fernsehen und auf Theaterbühnen, sondern auch auf unzähligen Hörbüchern. So vielfältig die Aktivitäten von Stockerl auch sein mögen, eines ist ihm dabei immer wichtig: die ökonomische...

Sabine Ruchlinski über Ablenkung von Alltagssorgen, Klassismus im Kulturbetrieb und Disney-Abos

Sabine Ruchlinski über Ablenkung von Alltagssorgen, Klassismus im Kulturbetrieb und Disney-Abos

‧ 15m 6s

„Auch ein schlechtes Kulturerlebnis ist ein Erlebnis, über das man sprechen kann“, sagt Sabine Ruchlinski. Die Geschäftsführerin und Vorsitzende des Vereins KulturRaum München schlägt in ihrer Arbeit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Auf der einen Seite ermöglicht sie Menschen Kulturerlebnisse, die sich das finanziell nicht leisten können. Auf der anderen Seite gewinnt sie auch neues Publikum für die Kultur. Beides gelingt dank der Unterstützung zahlreicher kulturbegeisterter Menschen, die sich ehrenamtlich im Verein engagieren.

https://www.kulturraum-muenchen.de/

Daniel Sponsel über das Wesen des Dokumentarfilms, Verteilungskämpfe und künstlerische Freiräume

Daniel Sponsel über das Wesen des Dokumentarfilms, Verteilungskämpfe und künstlerische Freiräume

‧ 14m 52s

„Niemand käme auf die Idee, 600 Millionen Euro für die Filmbranche zu fordern“, sagt Daniel Sponsel. Der Chef des Münchner Dokumentarfilm-Festivals DOK.fest spielt damit auf die hohen Beträge an, die ein kulturelles Prestigeprojekt wie das Humboldt Forum an öffentlichen Geldern verschlingt. Während sich hochkulturelle Institutionen wie Museen oder Opernhäuser auf die Unterstützung des Staats, der Länder und der Gemeinden verlassen können, werde vom Kino erwartet, dass es wie ein Wirtschaftsbetrieb funktioniert. Dass das in einem drastischen Missverhältnis zur tatsächlichen Bedeutung der Filmbranche steht, beweist Daniel Sponsel mit seinem DOK.fest, das in seiner diesjährigen Ausgabe 56.000 Zuschauer erreichte.

https://www.dokfest-muenchen.de/
https://www.filmdienst.de/artikel/58664/filmfordergesetz-novellierung